Schokofahrt #8 – anders als erhofft, aber doch

schokofahrt/ November 4, 2020/ Schokofahrt/ 0Kommentare

Dieses Jahr stellte auch die Kölner Schokofahrt auf den Kopf. Waren wir im Sommer noch davon ausgegangen, nach Amsterdam radeln und dort die Schokolade abholen zu können, wurde die Region in den Niederlanden im Spätsommer als Risikogebiet ausgewiesen. Die Schokolade war schon bestellt und so musste mit den Chocolate Maker eine Lösung gefunden werden. Die Schokolade sollte nun an die deutsch-niederländische Grenze nach Weeze zum Biobauernhof Büsch geliefert werden – emissionsfrei per Elektrotransporter natürlich. Somit war das Ziel nicht mehr 400, sondern nur noch 130 Kilometer von Köln entfernt. Wir überlegten, wie wir die Schokolade abholen sollten und kamen zum Entschluss, dass wir am Abholtag morgens mit herkömmlichen Fahrrädern und Packtaschen mit der Bahn nach Weeze fahren und zurück nach Köln radeln.

Somit trafen wir uns am besagtem Samstag um 7.50 Uhr am Kölner Hauptbahnhof und machten uns auf nach Weeze. Herrlich leer konnte man im Zug langsam wach werden und das erste Frühstück zu sich nehmen. Die Wettervorhersage war auf unserer Seite – kölsche 11 Grad sollten es werden und weitgehend trocken. In Weeze war der Biohof Büsch gut erreichbar und so wurden unter Einhaltung der Hygienemaßnahmen die Schokolade vom Lagerraum geholt und in unsere Packtaschen geladen.

Um 11.45 Uhr starteten wir schließlich im Sonnenschein in Richtung Köln. Wir nahmen die Herausforderung von 130 Kilometern an. Bereits am Bauernhof rüsteten wir unser Gepäck regensicher aus – denn manweiß ja nie!

Die erste größere Pause fand auf einem Kirchplatz in Aldekerken neben einer kleinen Bäckerei statt.
Mit einem Tee und Kaffee wärmten wir uns auf den Sitzbänken etwas auf. Währenddessen war ein nahendes Regengebiet absehbar – Zeit, die Regenkleidung rauszuholen. Wäre ja schade, sie umsonst mitgenommen zu haben! Doch auch der kleine Schauer ging vorüber und so lernten wir weiterhin die Radwege des Landes kennen. Diese waren meist in gutem Zustand – doch innerorts oft auch herausfordernd. Wir fuhren über Brücken, durch Unterführungen, durch Landschaften, vorbei an Mühlen und die Kilometer wurden immer weniger.

Doch der Magen knurrte und Müsliriegel waren irgendwann nicht mehr befriedigend. So hielten wir in Meerbuschbei einem großen Supermarkt mit Pommesbude davor und lieferten unserem Körper Nachschub an Energie. Frittiertes geht immer!

Über die Hälfte hatten wir etwa geschafft und als wir auf der Höhe von Düsseldorf vorbeizogen und Richtung Dormagen kamen, fühlten wir uns auf der Neusser Landstraße schon sehr mit Köln verbunden – mündet diese Bundesstraße doch in die Nippeser Neusser Straße und schließlich in die Kölner Ringe. In Dormagen gab es die letzte große Pause – es war bereits 19 Uhr und dunkel geworden. Die letzten Kräfte mussten nun mobilisiert werden, die ersten Körperbeschwerden lagen bereits vor. Direkt auf Dormagen folgt schon Köln-Worringen. Was zwar nach Köln klingt, jedoch immer noch gut eine

Stunde vom Zentrum entfernt liegt und einen mit einem unterirdischen Radweg begrüßt. Samstagabend ist ja kein Verkehr – die Fahrbahn ist hier eine gute Alternative. Weiter am Fühlinger See vorbei, durch Longerich, Weidenpesch, Nippes und an der schönen Agneskirche hatte man nur noch wenige Meter zum Eigelstein – das Ziel unserer diesjährigen Herbst-Schokofahrt. Es war bereits 21 Uhr, wir waren seit 15 Stunden unterwegs und seit neun auf zwei Rädern. Vor der schönen Kulisse der Eigelsteintorburg konnten wir die Fahrt und uns selbst noch etwas feiern.

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